Geschützt: Emailschild Seehotel du Lac Konstanz: eBay-Auktion vor Ablauf beendet
Black Cat: Endlich mal ein Original!

Die Miezekatze wartet noch auf einen geeigneten Platz: Black Cat Emailschild aus dem England der 1920er Jahre
eBay ist voll davon: Aber leider alles nur billige Remakes, bedrucktes Blech, mal im Postkarten-, mal im Schildchen-Format! Das Black-Cat gehört meines Erachtens nach zu den international besten Reklameentwürfen für Zigaretten und befindet sich nun im Original seit Friedrichsdorf gestern Samstag in meiner Sammlung. Nein, es stand nicht im Auktionskatalog und wurde auch nicht im Forum Köppern bei Micky’s 24. Reklameauktion versteigert, sondern Wolle hatte es mir mitgebracht, zusammen mit drei weiteren Schildern, darunter ein belgisch-deutsches Zigarettenschild, das ich bislang noch nie gesehen hatte und das ich später hier vorstelle.
Das Black Cat befindet sich in dem Alter entsprechenden, guten Zustand, hat noch Glanz und wurde im Randbereich unprofessionell restauriert. Zwei winzige Restaurierungen im Hals der Katze und in den Zigaretten sind hingegen professionell ausgeführt. In dem Format ist das Schild wirklich beeindruckend, oder?
24. Friedrichsdorfer Reklameauktion: Rekordpreis für Suchard Bernhardiner

Cacao Suchard garantirt rein: Bei einem Schätzpreis von 800 Euro landete das Schild schliesslich bei 2.800 ohne Aufgeld!
(fb, Friedrichsdorf) – Bei der 24. Reklameauktion Micky Waue standen am Samstag, 11. Dezember 2010 wieder sehr viele Reklame-Leckerbissen im Angebot. Einige Preisrekorde wurden ebenfalls gebrochen. So wurde ein Suchard-Bernhardiner trotz eines leichten Abplatzers im S von Suchard einedm deutschen Händler für die beachtliche Summe von 14.000 Euro (inkl. Kosten sind das rund 16.800 Euro) zugeschlagen. Auch der Preis für eine aus demselben Fund (ein alter Laden) stammende Suchard-Schüssel (mit intaktem Goldrand) ging im Laufe eines eifrigen Bietergefechts hoch und höher. Schließlich landete das Obekt, für das Micky Waue einen Schätzpreis von 800 Euro angegeben hatte bei sagenhaften 2.800 Euro (inkl. Aufgeld rund 3.200 Euro). Ein weiteres Suchard-Schild, auch ein Bernhardiner, fand bei einem Ausruf von 7.800 Euro keinen Käufer.
Es gab eine Reihe weiterer Traumschilder und ganz, ganz viele auch für normale Geldbörsen erschwinglicher Reklameteile! Schätzungsweise 120 Interessenten hatten sich im Bürgerforum Köppern zur Auktion eingefunden. Natürlich gab es auch wieder einen Kofferraummarkt auf dem Parkplatz neben der Halle, doch das feuchtkalte Wetter machte vielen, die hierzu angereist waren, einen Strich durch die Rechnung.
Die beste Ehefrau von allen und ich konnten bei der Auktion selbst neun Teile für unsere Sammlung ergattern, zogen aber dank Kofferraummarkt schließlich mit 14 Emaille-, sechs Blech- und einem Emailloid-Schild sowie einem Ascher und einer Vitrine, glücklich, müde und zufrieden von dannen … Der Ausflug nach Friedrichsdorf hatte sich demnach gelohnt. Und wird mir – auch weil Denise mit dabei war – in bester Erinnerung bleiben. Danke auch an das Personal vom Lindenhof (Hotel wie Restaurant): Es war ein wunderschönes Wochenende!
Hier einige fotografische Eindrücke aus Friedrichsdorf (Die Bilder können durch zweifaches Anklicken vergrößert werden: Downloads nur zum persönlichen Gebrauch gestattet, jede Weiterverwertung bedarf meiner Zustimmung!):
- Cacao Suchard garantirt rein: Bei einem Schätzpreis von 800 Euro landete das Schild schliesslich bei 2.800 ohne Aufgeld!
- Der Suchard Bernhardiner wechselte den Besitzer zum Preis von 14.000 Euro!
- Etliche tausend Euro liegen hier …
- Auktionator Ralph Dejon führte wie gewohnt professionell und unterhaltsam durch die Versteigerung
- Nicht nur im Saal, auch am Telefon wurde fleißig mitgeboten!
- Wohin das Auge blickt: Schilder, Schilder, Schilder …
- Kritisch werden die angebotenen Schätze vor Auktionsbeginn begutachtet
- Na, ist was für die eigene Sammlung dabei?
- So eine Auktion macht hungrig, nicht wahr Bernd? Daneben: Michl und Hansi
- Eines der meistbebotenen Teile hält Peter (r.) hier in der Hand. Martin strahlt! Man beachte aber vor allem den gierigen Blick des Schweizers in der Mitte ;-)
- Das Schild hat was! Vor allem wenn es sich so präsentiert: 1978 hatte Micky Waue es für 20 DM erworben, Ausrufpreis: 6000 Euro! Allerdings sollte sich kein Liebhaber finden …
- Greiling mit gelbem Turban in leckerem Zustand!
- Ein eingespieltes Team – beruflich wie privat!
- Gutgelaunter Veranstalter: Micky Waue ist mit dem Verlauf der Auktion zufrieden!
- Signiert Hans Erdt: Nivea Traumschild in Traumzustand!
- Netter Onkel! Opel-Blechschild der Superlative!
- Jan und Renate aus Holland: Wo Schilder sind, sind diese beiden auch :-)
- Auf 800 Euro hatte Micky Waue das Schild taxiert, weg ging es schließlich für 2.800!
- Schilderhändler Jürgen Köbler konnte diesem Blick nicht widerstehen und bot 14.000 Euro für den Milka-Bernhardiner
- Teutsch Bräu im Doppelpack
- Das Berger fand zum Ausrufpreis von 10.000 Euro keinen Käufer
- Weitere Traumteile: Das Tigre Bock kam über Luxemburg nach Friedrichsdorf
- Zwei gesuchte deutsche Schilder
- Ein herrlich fett emailliertes, sehr seltenes Schild!
- Einzig bekanntes Exemplar: Das Sarotti schoss rasch in die Höhe und landete weit jenseits der 3.000-Euro-Marke!
- Der Milka-Bernhardiner in einem Traumzustand!
- 3.200 Euro zusätzlich Aufgeld, also rund 3.840 Euro kostete dieses tolle Schild seinen neuen Besitzer!
- Das hier verdeckte “Backt mit Hefe” wurde für 2.200 Euro zugeschlagen, das Göppinger blieb liegen …
Sublimior & Niger vs. Royal Régénérateur: Wer hat hier bei wem kopiert?
Haarfärbemittel stehen im Mittelpunkt bei diesen beiden uralten Reklameschildern. Es handelt sich dabei um fein lithografierte Teile, die aus der Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert stammen. Wenn man sich die beiden Schilder anschaut, so fällt einem die frappierende Ähnlichkeit gleich ins Auge: Da hat der eine Werbegrafiker den anderen doch ganz frech kopiert! Farben und Motive sind sich mehr als nur ähnlich.
Es ist davon auszugehen, dass das Schild mit der Produktwerbung von Harris (Sublimior & Niger) das ältere von beiden ist. Dafür spricht u.a. die feinere Litho.
Die Grösse beträgt ca. 81 x 34 cm. Im Gegensatz zu dem Schild “Royal Générateur” (Lickson) ist das Schild nicht geprägt. Von dem “Niger & Sublimior”-Schild gibt es außerdem noch eine spätere Version, auf der man zusätzlich die Preisangabe der Produkte (Sublimior 2,50 Francs, Niger 4,50 Francs) findet.
Was das Alter angeht, so dürfte das Harris-Teil etwa um 1880 – 1900 entstanden sein, das Lickson zwischen 1900 und 1915.
Haustiere als Werbeträger: Der Terrier auf Emailschildern
Es gibt zahllose Emailplakate, auf denen Tiere zu sehen sind. Und viele von ihnen zeigen Haustiere, wie Hunde oder auch Katzen. So gibt es beispielsweise den Nagut-Pudel. Doch auch die Rasse der Terrier ist recht gut auf emailliertem Blech vertreten, wie die drei Beispiele hier zeigen. Es handelt sich hier um drei Schilder aus drei Ländern, wovon der witzigste Entwurf aus Großbritannien stammt. Hier steht ein Terrier auf einer Art Weltkugel und wirbt für … Hundefutter der Marke Melox. Das flache Schild ist 45,5 x 65,5 cm groß und stammt aus den 1920er Jahren.
Ein sehr braver, kleiner Terrier untersucht auf einem gewölbten Schildchen aus den 1930er Jahren eine Blechdose, die auf einem gewienerten Parkett liegt: “Fabelhaft, Frauchen nimmt Regina Hartglanzwachs!” stellt der niedliche Vierbeiner mit dem roten Halsband fest. 30 x 20 cm ist das Schild groß.
Zwei weitere Terrier-Hunde bellen vor Freude über das gute Hundefutter von Flora: “Flora’s Hondenbrod”, ein niederländisches 30er-Jahre-Schild zeigt neben den Kläffern auch eine gutgefüllte Schüssel mit dem beworbenen Produkt. Die Dimensionen des gewölbten Schildes betragen 49 x 33 cm.
Menier – Sparautomat – Spardose – Chocolat Menier
Auf dem gleichen Trödelmarkt, auf dem wir die Micki Mop-Dose entdeckten, stach uns auch dieser Sparautomat von Chocolat Menier ins Auge. Auch den ließen wir zu einem uns vernünftig scheinenden Preis mitgehen. Das Objekt ist ca. 27 cm hoch! Tolle Grafik!
Micki Mop! Aus dem Hause Henkel?
Bei unserem Besuch auf dem Trödelmarkt auf Kirchberg konnten wir leider nicht allzu viel entdecken, was das Herz eines Reklamefreundes zum Galoppieren bringen könnte. An Emailschildern war so gut wie gar nichts vorhanden, an Blechen oder Pappschildern ebenfalls nichts.
Doch ganz mit leeren Taschen gingen die allerbeste aller Ehefrauen und ich aber auch nicht nach Hause: An dem Stand einer netten, älteren Dame entdeckten wir eine lustige Blechdose. Die Verhandlung ging rasch von sich und schlussendlich konnten wir das Objekt in unseren Besitz bringen. Wir ließen Mop Mop sein (auch wenn sich gar keiner darin befand) und säuberten die Dose: Hier das Resultat:
Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt das Produkt & also auch die Dose aus der Produktion von Henkel und aus den 1930er Jahren. Wer mehr weiß, darf ruhig einen Kommentar hinterlassen! Auf jeden Fall wird – so steht’s auf der Dose – empfohlen, den sich darin befindlichen und benutzten Mop des Nachts in Henco einzuweichen und dann eine Viertelstunde lang mit Persil zu kochen.
Hier noch einge (Vor der Reinigung)-Bilder der Dose, die im Durchmesser 20 cm misst und 8 cm hoch ist! Wer mehr über Micki’s Mop weiß ist eingeladen, einen Kommentar zu hinterlassen.
ACHTUNG: Falscher Greiling – Gelber Turban – auf eBay
Auf eBay wurde heute Abend wieder ein gefälschtes Emailschild (Gelber Turban Greiling) eingestellt. Es wurden auch schon mehrere Gebote abgegeben … Das Schild ist eine rezente Fälschung. Die nähere Beschreibung der Details, an denen man die Fälschung erkennt erspare ich mir an dieser Stelle, da ich sie hier schon einmal eingestellt habe. Hier sollte nur bieten, wer Fälschungen sammelt ![]()
VORSICHT: Wieder jede Menge Mini-Kopien bei eBay-Deutschland!
Tja, so ist das nun mal: Auch wenn in der Kategorie eigentlich nur Originale angeboten werden dürfen stehlen immer wieder dubiose Händler mit ihren Mini-Repros die Zeit interessierter Sammler. So wie in diesem Fall (der Verkäufer bietet übrigens noch eine Reihe weiterer Schrott-Minis an):
Ching-Fu im Kleinformat: Wer hat sowas?
Dieses Emailplakat von Ching-Fu taucht ja des öfteren in Online-Auktionen und auch auf Börsen auf. Doch immer nur in diesem einen Bahn-Reklame-Format. Gibt es das Schild auch kleiner und in gewölbt?
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